Untergang des Kreuzfahrtschiffes Sea Diamond

  • Untergang der Ms Sea Diamond
    Untergang des Kreuzfahrtschiffs Ms Sea Diamond

    Viele Politiker haben schon versprochen, das Wrack der Ms Sea Diamond aus der Caldera von Santorin zu heben. Alles nur hohle Versprechungen :-(

    Infos auf Englisch

Eine ökologische Katastrophe mit Dauer

Der Untergang des Kreuzfahrtschiffes Ms Sea Diamond in der Caldera von Santorin. (c) Thomas Reimers 2007
Der Untergang des Kreuzfahrtschiffes Ms Sea Diamond in der Caldera von Santorin. (c) Thomas Reimers 2007

Wir saßen gemütlich auf der Terrasse unseres Hotels Anemomilos in Oía, als Thomas Reimers plötzlich ein Foto auf dem Display seiner Kamera vergrößerte. Nicht sofort begriffen wir, was wir da sahen, denn es war vollkommen unglaublich! Da schwamm ein Kreuzfahrtschiff mit Schlagseite in der Cadera. Eines der Schiffe, an denen wir mit Sostis Boot bei der Tour zu den Vulkaninseln vorbeigekommen waren! Wer da mal in der Nähe war, weiß, wie gigantisch diese schwimmenden Fabriken der Touristen-Massenhaltung sind. Und so ein "sicheres" Kreuzfahrtschiff soll sinken? Wieviele Fehler muss ein Kapitän machen, um solch ein hochtechnisiertes Schiff zu versenken?
Das Kreuzfahrtschiff sank tatsächlich und liegt heute neben de Hafen Athinios in ca. 172 m Tiefe. Mehr und mehr verrottet es und es werden giftige Stoffe (Öl, Chemikalien, Batteriesäure, Blei) und Plastikmüll frei. Auf Dauer wird das Schiff das Ökosystem der Caldera verseuchen.
Immer wieder versprachen griechische Politiker, dass das Schiff gehoben werden sollte. Alles nur hohle Versprechen... Nichts ungewöhnliches von griechischen Populisten!
Wir haben im April dann die Folgen direkt erleben können. Große Bereiche der Strände im Inneren der Caldera waren mit Ölschlamm verseucht. Kleine Boote mit Spezialisten waren über Wochen damit beschäftigt, die Strände zu reinigen. Was mit dem Öl in der Tiefe passiert, interessiert kaum jemanden.
Das zum Thema, wie sinnvoll und nachhaltig der Kreuzfahrtschiff-Tourismus ist! Ja - diese Sorte von Massentourismus ist auch verantwortlich dafür, dass man mehr und mehr Strassen für die Busse bauen muss und dass die Insel oft von den Konsumenten der Kreuzfahrtschiffe überflutet wird.

Eine Ölsperre am Nordstrand von Akrotiri, Balos. (c) Tobias Schorr
Eine Ölsperre am Nordstrand von Akrotiri, Balos. (c) Tobias Schorr
Die Ölreinigung am Balos-Strand. (c) Tobias Schorr
Die Ölreinigung am Balos-Strand. (c) Tobias Schorr
Reinigungsschiff in der Caldera. (c) Tobias Schorr
Reinigungsschiff in der Caldera. (c) Tobias Schorr
Reinigungsschiff in der Caldera. (c) Tobias Schorr
Reinigungsschiff in der Caldera. (c) Tobias Schorr
Schiffe in der Umgebung des Orts, wo die Sea Diamond sank. (c) Tobias Schorr
Schiffe in der Umgebung des Orts, wo die Sea Diamond sank. (c) Tobias Schorr
Die verseuchte Küste unterhalb von Megalochori/Santorin. (c) Tobias Schorr
Die verseuchte Küste unterhalb von Megalochori/Santorin. (c) Tobias Schorr
Die verseuchte Küste unterhalb von Megalochori/Santorin. (c) Tobias Schorr
Die verseuchte Küste unterhalb von Megalochori/Santorin. (c) Tobias Schorr
Öl aus den Tanks des Kreuzfahrtschiffes Ms Sea Diamond. (c) Tobias Schorr
Öl aus den Tanks des Kreuzfahrtschiffes Ms Sea Diamond. (c) Tobias Schorr
Ölverseuchtes Meerwasser in der Caldera. (c) Tobias Schorr
Ölverseuchtes Meerwasser in der Caldera. (c) Tobias Schorr