Wanderreise Santorin September 2020

  • Santorin
    Reisebericht "Santorin 2020 & Corona-Virus"

    Auch in der Covid-19-Zeit sind Reisen nach Griechenland möglich, wenn man alle Sicherheitsvorschriften respektiert!

    Reisen nach Santorin

Wandern in Covid-19-Zeiten

Die Kapelle Agios Nikolaos am Korfos-Hafen auf der Insel Thirasia. (c) Tobias Schorr 2020
Die Kapelle Agios Nikolaos am Korfos-Hafen auf der Insel Thirasia. (c) Tobias Schorr 2020

2020 ist das schlechteste Jahr des Tourismus. Viele Reisebüros gehen pleite, Fluggesellschaften und große Reiseveranstalter sind in ihrer schwersten Krise. Auch uns hat es schwer getroffen und fast alle Reisen mussten wir für dieses Jahr absagen, um niemanden in Gefahr zu bringen. Wie wir die Zeit überstehen werden, wird sich zeigen... Ans Aufgeben denken wir nicht!

So war es ein Glück, dass ein Gast den Mut hatte, für den Herbst unsere Tour auf Santorin vom 19-26 September zu buchen! Inzwischen haben alle wieder etwas Routine mit der Pandemie und mit Vorsichtsmaßnahmen war es möglich, die Reise zu machen.

Es begann für alle mit der Registrierung auf der Seite des griechischen Ministeriums, um dann einen QR-Code zu erhalten, um einreisen zu können. Das war einer der spannendsten Abschnitte. Kommt der Code rechtzeitig vor der Reise? Kann man einreisen, ohne in Quarantäne zu geraten?

Es dauerte, bis der Code kam, aber um Mitternacht war er dann doch da. Um 3 Uhr waren wir am Flughafen Köln und zum Glück flog unsere Eurowings-Maschine pünktlich um 4:55 nach Santorin. Im Flieger war alles ausgebucht und jeder trug die Schutzmaske.

Auf Santorin klappte es gut mit der Einreise. Ein kurzer Blick auf den Code und wir konnten zum Gepäck gelangen. Der Flughafen wird noch umgebaut und FRAPORT wird sicher noch 1-2 Jahre brauchen, bis alles fertig ist. Die neue Ankunftshalle ist nicht viel größer als die alte, aber die anderen Gebäude werden sicher mehr Platz bieten...

Da die Einreise gut klappte, konnten wir uns zum nächsten Ziel (Milos) aufmachen, bevor unser Gast Thorsten für seine gebuchte Tour am 19 September ankam. Er hatte nicht so viel Glück wie wir, denn Lufthansa sagte kurz vor seiner Reise den Flug ab und er musste sich kurzfristig einen neuen organisieren, mit dem er dann auch ankam. (Scheint bei LH dieses Jahr "Masche" zu sein?)

Nun - nach der Reise - kann ich davon sprechen, dass es sicher möglich war, auch in dieser Zeit auf Santorin Touren zu machen. Wer nicht zu den gefährdeten Personengruppen gehört, kann solch eine Reise "riskieren".

Tag 1: Ankunft unseres Gasts

Der Blick vom Hotel auf den Vulkan am roten Strand. (c) Tobias Schorr
Der Blick vom Hotel auf den Vulkan am roten Strand. (c) Tobias Schorr
Die Kapelle Agios Nikolaos in Akrotiri. (c) Tobias Schorr
Die Kapelle Agios Nikolaos in Akrotiri. (c) Tobias Schorr
Die Tavernen am Strand von Akrotiri. (c) Tobias Schorr
Die Tavernen am Strand von Akrotiri. (c) Tobias Schorr

Auch, wenn Thorsten mit seinem Flug wegen Lufthansa Ärger hatte, so kam er gut an und wir kamen schnell zu unserem Hotel am Strand von Akrotiri. Seit Jahren wohnen wir mit den Gästen bei Matthios und Anna. Das Hotel liegt ruhig und abends können wir immer gut in den Tavernen an der Küste Essen gehen. Nebendran sind gleich die Ausgrabungen des minoischen "Pompejis". Dieses Jahr gibt es natürlich viel weniger Gäste, aber zum Glück buchen immer noch Leute Reisen nach Griechenland!

Tag 2, Teil 1.: Die Minoische Kultur & Kalderawanderung

Kleines Heiligtum mit Stieraltar in der Ausrgabung von Akrotiri. (c) Tobias Schorr
Kleines Heiligtum mit Stieraltar in der Ausrgabung von Akrotiri. (c) Tobias Schorr
Eine Treppe, die durch Erdbeben zerbrach. (c) Tobias Schorr
Eine Treppe, die durch Erdbeben zerbrach. (c) Tobias Schorr
Reste von Bettgestellen. (c) Tobias Schorr
Reste von Bettgestellen. (c) Tobias Schorr
Minoisches Wandgemälde mit Affen im Museum in Thira. (c) Tobias Schorr
Minoisches Wandgemälde mit Affen im Museum in Thira. (c) Tobias Schorr
Der goldene Widder, der beim Neubau des Hallendachs gefunden wurde. (c) Tobias Schorr
Der goldene Widder, der beim Neubau des Hallendachs gefunden wurde. (c) Tobias Schorr
Eine der ältesten Darstellungen der Landschaft Santorins. (c) Tobias Schorr
Eine der ältesten Darstellungen der Landschaft Santorins. (c) Tobias Schorr

Am Sonntag begannen wir unsere erste Tour mit dem Besuch der berühmten Ausgrabung einer minoischen Stadt bei Akrotiri. Der Vulkanausbruch von 1580 / 1627 v.Chr. konservierte eine fast modern anmutende Stadt aus der Bronzezeit. Auch nach vielen Besuchen entdecke ich immer noch neue Details. Mit einem Kombi-Ticket (15 € 2020) kann man an drei Tagen auch das Museum in Thira und die antike Stadt Alt-Thera besuchen.
So besuchten wir natürlich auch das Museum der prähistorischen Geschichte in Thira. Diesmal mit Pseudo-Covid-19-Sicherheitsmaßnahmen. Wir mussten auf unsere Reihe warten und sollten sogar eine Nummer haben, nach der wir eintreten hätten sollen. Natürlich Blödsinn einer typisch-unfreundlichen Wärterin, die sich mal richtig wichtig fühlen wollte... Kurz nach uns kam eine große Reisegruppe, bei der alle Regelungen unnötig waren... Ein an für sich tolles Museum, das - wie so oft - unter dem Desinteresse des archäologischen Amts und seiner Mitarbeiter leidet. Kaum geht man um die erste Ecke, erstrahlt die erste Vitrine, mit wichtigen fossilen Funden aus Thiras Bimssteinbruch, im tiefsten Dunkel. Weil sich keiner der Wärter verantwortlich fühlt, einfach mal eine Lampe auswechseln zu lassen! Gut, dass ich mal wieder eine Taschenlampe dabei hatte und die fossilen Palmen- und Olivenblätter Alexandra und Thorsten zeigen konnte. Welch eine Blamage! Man muss als Besucher eines Museums selbst eine Taschenlampe mitführen!
Die tollen Funde aus den Ausgrabungen hätten mehr Sorgfalt verdient, denn nirgendwo kann man so toll die Entwicklung der Keramik in der Zeit von 2500 - 1627 v.Chr. studieren! Tolle Bronzegeräte, kleine Hausöfen und wunderschön bemalte Vasen und Opfergefäße sind mehr als ein Grund, die Ausstellung zu besuchen! Vielleicht kommt auch irgendjemand mal auf die Idee, nach mehr als 4 Jahren mal die Lampen an den interessantesten Schaustücken zu wechseln?

Tag 2, Teil 2: Wanderung an der Kaldera nach Ia

Die Kapelle Agios Georgios in Imerovigli. (c) Tobias Schorr
Die Kapelle Agios Georgios in Imerovigli. (c) Tobias Schorr
Vulkanische Ascheschichten und ein "Dyke" (Förderschlot von Lava). (c) Tobias Schorr
Vulkanische Ascheschichten und ein "Dyke" (Förderschlot von Lava). (c) Tobias Schorr
Die Kapelle kleiner Profitis Ilias. (c) Tobias Schorr
Die Kapelle kleiner Profitis Ilias. (c) Tobias Schorr
Selten kann man mit so wenig Leuten über den Marmorweg spazieren! (c) Tobias Schorr
Selten kann man mit so wenig Leuten über den Marmorweg spazieren! (c) Tobias Schorr
Die am meisten fotografierte Kirche Santorins. (c) Tobias Schorr
Die am meisten fotografierte Kirche Santorins. (c) Tobias Schorr
Kleine Kapelle in Ia. (c) Tobias Schorr
Kleine Kapelle in Ia. (c) Tobias Schorr

Dieses Jahr war es eine besondere Freude, durch Thira, dem Hauptort zu wandern. Seit 20 Jahren habe ich Thira nicht mehr so leer erlebt! Ohne zu drängeln kamen wir durch die Souvenirgassen. Bald war Firostefani erreicht. In Imerovigli machten wir im Café Blue Note mit herrlicher Aussicht auf die Kapelle Agios Georgios und die Kaldera Pause. Unter uns lagen die Reste des Skaros-Schildvulkans. Bald verließen wir die touristische Zone und auch die sonst so luxuriös anmutenden Hotels vor dem Hügel des kleinen Profitis Ilias Hügel waren verweist und die Pools leer. In der Kapelle am Profitis Ilias traf ich wieder den netten Herren, der sich um die Kapelle kümmert und der schon mal so ehrlich war, einen von einem meiner Gäste vergessenen Geldbeutel aufzuheben. Der Inhalt hätte seine Rente für zwei Jahre aufbessern können. Beklaut wurde ich in Griechenland noch nie.
Die Wanderung an der Kaldera mache ich seit 1996 regelmäßig mit Gästen und trotzdem wird sie nie langweilig. Bald erreichten wir auch das kleine Kalderacafé von Pavlos. Leider dieses Jahr verweist :-( War nichts mit dem frischen Orangensaft und dem leckeren Walnußkuchen... Also weiter... Oben am Gipfel der Vulkane Mavrovouno und Kokkinovouno machten wir Pause und suchten nach antiken Scherben.
Der berühmte Ort Ia war bald erreicht und mit viel weniger Touristen (keine Kreuzfahrtschiffe!) konnten wir Ia genießen. Bei meinem Freund Spyros gab es im Restaurant Anemomilos wieder sein leckeres Lamm aus dem Ofen ("Kleftiko").
Im KTEL-Bus war - wie immer - Gedrängel und - trotz Covid-19 - stand die Leute auch in den Gängen! Was nützen die besten Covid-Maßnahmen, wenn sie dann im Bus nicht mehr gelten?

Tag 3: Antike Akropolis Alt Thera

Blick auf die Kapelle Agios Stefanos. (c) Tobias Schorr
Blick auf die Kapelle Agios Stefanos. (c) Tobias Schorr
Zisterne der antiken Stadt. (c) Tobias Schorr
Zisterne der antiken Stadt. (c) Tobias Schorr
Blick auf den Ort Kamari. (c) Tobias Schorr
Blick auf den Ort Kamari. (c) Tobias Schorr

Die antike Akropolis & Stadt, die Hiller von Gärtringen ausgraben ließ, ist einer der schönsten archäologischen Orte Griechenlands! Die Lage weit oben und die tolle Aussicht lohnen sich. Wer pünktlich am Morgen ankommt, kann die Felsfresken mit dem Delfin, dem Löwen und dem Adler genießen. Auch das kleine, antike Theater ist sehenswert!
Bei starkem Wind sollte man sich warm anziehen! Trotz 1,7 Millionen € von der EU schafft man es seit 5 Jahren nicht, die Toiletten am Wärtergebäude wieder zu öffnen. Hauptsache, man hat die Eintrittsgebühren. Die Besucher scheinen nicht zu interessieren?

Na ja - trotzdem nimmt man einen tollen Eindruck von den archäologischen Resten mit sich!

Tag 4: Wanderung zum roten Strand und um Akrotiri

Der berühmte rote Strand. (c) Tobias Schorr
Der berühmte rote Strand. (c) Tobias Schorr
Die aufgestiegene Magmakammer. Foto Mai 2009. (c) Tobias Schorr
Die aufgestiegene Magmakammer. Foto Mai 2009. (c) Tobias Schorr
Die Taxiarches-Kapelle. (c) Tobias Schorr
Die Taxiarches-Kapelle. (c) Tobias Schorr

Neben den minoischen Ausgrabungen von Akrotiri erhebt sich der kleine, rostrote Vulkan, der zu den ältesten der Insel gehört. Auf seiner Rückseite befindet sich der berühmte und durch Steinschlag gefährdete "rote Strand". Hier fanden wir auch diesmal ein paar kleine Reste von Achat und wanderten dann auf der steilen Betonroute aufwärts, um zur Kapelle Agia Markela zu gelangen. Dort gibt es eine Magmakammer, die aufstieg, aber nie als Vulkan ausbrach. Tolle Säulen aus Vulkangestein und grüne, weiße und rote Tuffe bilden wunderschöne Kontraste.
Eine Magmakammer wölbte den Meeresboden auf und schuf den Hügel, an dem die Kapelle Taxiarches liegt. Ein idealer Ort für uns, um Pause zu machen und etwas Wasser aus der Zisterne zu trinken...
Bald danach genossen wir das leckere Mittagessen von Anna in der Taverne "Kali Kardia" ("gutes Herz"). Auf dem Rückweg kamen wir noch an einer kleinen Ausgrabung minoischer Reste vorbei, die langsam durch neue Luxushotelbauten gefährdet ist. Überall wird auf Santorin gebaut und jedes Jahr verliert die Insel mehr von ihrer Schönheit...

Tag 5: Bootsfahrt zu den Vulkanen Nea & Palea Kameni und nach Thirasia

Der Georgios-Krater auf Nea Kameni. (c) Tobias Schorr
Der Georgios-Krater auf Nea Kameni. (c) Tobias Schorr
Lava mit einem dichteren Kern und einem gasreichen Rand. (c) Tobias Schorr
Lava mit einem dichteren Kern und einem gasreichen Rand. (c) Tobias Schorr
Der Niki-Lavadom auf Nea Kameni. (c) Tobias Schorr
Der Niki-Lavadom auf Nea Kameni. (c) Tobias Schorr
Leider wird die Vulkaninsel mehr und mehr für den Massentourismus erschlossen. (c) Tobias Schorr
Leider wird die Vulkaninsel mehr und mehr für den Massentourismus erschlossen. (c) Tobias Schorr
Die Kapelle Agios Nikolaos auf der Insel Palea Kameni. Daneben die warmen Quellen. (c) Tobias Schorr
Die Kapelle Agios Nikolaos auf der Insel Palea Kameni. Daneben die warmen Quellen. (c) Tobias Schorr
Die eisenhaltigen Thermalquellen auf Palia Kameni. (c) Tobias Schorr
Die eisenhaltigen Thermalquellen auf Palia Kameni. (c) Tobias Schorr
Bootsschuppen auf der Insel Thirasia. (c) Tobias Schorr
Bootsschuppen auf der Insel Thirasia. (c) Tobias Schorr
Bootsschuppen auf der Insel Thirasia. (c) Tobias Schorr
Bootsschuppen auf der Insel Thirasia. (c) Tobias Schorr
Die traurige Sonne von Thirasia. Stört sie der Massentourismus? (c) Tobias Schorr
Die traurige Sonne von Thirasia. Stört sie der Massentourismus? (c) Tobias Schorr
Eine kleine Kapelle in der Kaldera bei Ia. Hier fanden ein paar Jugendliche Rettung und stifteten die Kapelle zum Dank. (c) Tobias Schorr
Eine kleine Kapelle in der Kaldera bei Ia. Hier fanden ein paar Jugendliche Rettung und stifteten die Kapelle zum Dank. (c) Tobias Schorr
Querschnitt durch einen ehemaligen Lavastrom in den Kalderawänden. (c) Tobias Schorr
Querschnitt durch einen ehemaligen Lavastrom in den Kalderawänden. (c) Tobias Schorr
Reste des Skaros-Schildvulkans bei IMerovigli. (c) Tobias Schorr
Reste des Skaros-Schildvulkans bei IMerovigli. (c) Tobias Schorr

Diesmal machte wir mal wieder eine Tour mit einem der öffentlichen Ausflugsboote zu den Inseln in der Kaldera. Das Glasbottom-Boot war ganz nett und es war mal wieder gut zu sehen, was 99% der Touristen auf Santorin erleben: Masse!
Am Vulkan Nea Kameni hatten wir gerade mal etwas mehr als eine Stunde Zeit. Aber diesmal reichte das. Trotzdem konnte ich die wichtigsten Sachen auf dem Vulkan zeigen und erklären. Dann ging es mit dem Schiff zur Badebucht auf Palia Kameni, wo natürlich viele Leute ins kühle Wasser sprangen, um das lauwarme Thermalwasser zu "genießen". Nächste Station war die Insel Thirasia, wo wir uns im Hafen Korfos aufhielten. In der Taverne "Rocks" gab es "Eis am Stiel", oder sollte es nicht Souvlaki sein? Hmm... Von der schwarzen Kruste her ja, von der Temperatur her, eher "Eis am Stiel", ein Klacks, wie von einer Möve hinterlassen, sollte 4€-teures "Tsatsiki" darstellen... Ein insgesamt teures, schlechtes "Vergnügen". Die lange Fahrt an den Kalderawänden entlang machte die Enttäuschung wett, aber in Zukunft bleibe ich doch lieber bei unserem Freund Sostis!

Tag 6: Pyrgos, das Burgdorf Emporio und der Vlychada-Strand

Hibiskus in Pyrgos. (c) Tobias Schorr
Hibiskus in Pyrgos. (c) Tobias Schorr
Das Dorf Pyrgos. (c) Tobias Schorr
Das Dorf Pyrgos. (c) Tobias Schorr
Frappé - das typische Getränk eines griechischen Cafés! (c) Tobias Schorr
Frappé - das typische Getränk eines griechischen Cafés! (c) Tobias Schorr
Thanasis Kleopas spielt oft mit seiner antiken Lyra im Eingang zur Burg von Pyrgos. (c) Tobias Schorr
Thanasis Kleopas spielt oft mit seiner antiken Lyra im Eingang zur Burg von Pyrgos. (c) Tobias Schorr
Herr Stavros sammelte Tomaten auf einem aufgelassenen Feld. (c) Tobias Schorr
Herr Stavros sammelte Tomaten auf einem aufgelassenen Feld. (c) Tobias Schorr
Die typischen Santorini-Toamten. (c) Tobias Schorr
Die typischen Santorini-Toamten. (c) Tobias Schorr
Eine renovierte Windmühle am Gavrillos-Hügel. (c) Tobias Schorr
Eine renovierte Windmühle am Gavrillos-Hügel. (c) Tobias Schorr
Kleine Gasse in Emporio. (c) Tobias Schorr
Kleine Gasse in Emporio. (c) Tobias Schorr
Das "violette" Haus in Emporio. (c) Tobias Schorr
Das "violette" Haus in Emporio. (c) Tobias Schorr
Antikes Grab von Echidna. (c) Tobias Schorr
Antikes Grab von Echidna. (c) Tobias Schorr
Die Küste von Vlychada. (c) Tobias Schorr
Die Küste von Vlychada. (c) Tobias Schorr
Wunderschöne Erosionsformen im Bimsfelsen. (c) Tobias Schorr
Wunderschöne Erosionsformen im Bimsfelsen. (c) Tobias Schorr

Eines der schönsten Dörfer liegt wie eine Burg auf einem Hügel und hatte auch die Aufgabe, seine Bewohner früher vor Seeräuberangriffen zu schützen. Natürlich war auch Pyrgos auf unserem Plan. In antiker Zeit muss dort auch eine Akropolis mit Heiligtümern bestanden haben. Zahlreiche antike Steine sind in die Mauern verbaut...

Auf dem Weg nach Emporio machten wir auch einen Halt an dem kleinen, sehr gut erhaltenen Tempelchen der Kapelle Agios Nikos Marmaritis. Ein Antentempel aus der Zeit um 300 v.Chr. Dann ging es zu den Windmühlen am Gavrillos-Hügel, wo wir einen älteren Herrn trafen, der die Tomaten erntete, die die Bauern zurückgelassen hatten. Er zeigte uns, wie man am besten Kaktusfeigen schält...

Im Dorf Emporion spazierten wir durch die labyrinthischen Gassen der mittelalterlichen Siedlung, die auch wie eine Festung angelegt war. Erst seit 1834 ist Griechenland ein relativ sicheres Land. Vorher überfielen regelmäßig Seeräuber die Inseln und so musste man alle Dörfer wie Festungen schützen...

Auf dem Rückweg machten wir einen Umweg über die antiken Gräber von Echidna mit der steinernen Schlange und schauten uns die Bimsfelsenküste Vlychada an. Ein idealer Strand zum Baden!

Tag 7: Ein "freier Tag" ist kein langeweiliger Tag :-)

Sonnenuntergang an der Kaldera. (c) Tobias Schorr
Sonnenuntergang an der Kaldera. (c) Tobias Schorr
Leckere Drinks zu scharfen Preisen :-) (c) Tobias Schorr
Leckere Drinks zu scharfen Preisen :-) (c) Tobias Schorr
Der Steinbruch von Akrotiri - früher ein Highlight unserer geologischen Touren. (c) Tobias Schorr
Der Steinbruch von Akrotiri - früher ein Highlight unserer geologischen Touren. (c) Tobias Schorr

Mit netten Gästen, wie Thorsten macht es Spaß, auch am "freien Tag" noch etwas gemeinsam zu unternehmen. So fuhren wir nochmal nach Ia und besuchten dort am Vulkan Kokkino Vouno noch zwei Kirchen und die minoische Zisterne, die ich vor ein paar Jahren entdeckt habe. Interessant ist, dass dort am Eingang offenbar illegale Ausgrabungen statt fanden. Da sollte das archäologische Amt vielleicht mal hinsehen. Wenn sich dort jemand von seinem bequemen Bürostuhl entfernen kann... :-)

Zum Abschluss der Reise genossen wir noch den Sonnenuntergang an einer kleinen Bar mit völlig überteuerten 0,33 Mythos-Bierchen. Toller Platz zum Fotografieren und ich traf einen Kollegen, der dort mit der neuen DJI-Drohne Mavic Air 2 experimentierte. Nebendran liegt ja auch der Steinbruch mit der berühmten Bims-Felswand, die wir immer in unserem Programm hatten, bis sich ein reicher Hotelier die Rechte am Steinbruch sicherte. Es ist der gleiche, der die Bimsfelsenküste Vlychada mit seinem Hotelbau zerstört.

Tag 8: Abreise

Sonnenaufgang über der Insel Anafi. (c) Tobias Schorr
Sonnenaufgang über der Insel Anafi. (c) Tobias Schorr

Am Morgen des letzten Tags fuhren wir zum Flughafen und hatten nochmal zum Abschied einen wunderschönen Sonnenaufgang über der Nachbarinsel Anafi. Am Flughafen ging alles ohne Problem und pünktlich hob unser A319 in Richtung Köln ab. Mal sehen, wann ich wieder Gäste auf Santorin führen kann...